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Leitfaden

Passt der nächste KI-Auftrag noch in den Entwicklungsplan?

Neue Aufträge binden die Menschen, die das Produkt verbessern sollen. Eine Kalenderrechnung macht Einrichtung, laufende Betreuung und verschobene Entwicklung vor der Zusage sichtbar.

Von Dr. Sven JungmannVeröffentlicht: · Geprüft:
Eine Buchbindewerkstatt mit einer unfertigen Holzvorrichtung auf der Werkbank und zwei Wagen mit gebundenen Büchern und losen Blättern.

Auf einen Blick

  • Rechnen Sie erstmalige Einrichtung, laufende Betreuung und Unsicherheitsreserve getrennt.
  • Benennen Sie vor der Zusage, welche Produktverbesserung sich verschiebt und wer darüber entscheidet.
  • Prüfen Sie vermutete Zeitersparnisse an vergleichbaren Fällen, bevor sie weitere Aufträge rechtfertigen.

Ein neues Unternehmen möchte im kommenden Monat Kunde werden. Die KI-Vorführung funktioniert, die wirtschaftlichen Bedingungen sind attraktiv, und mit zusätzlicher Handarbeit könnte die Leistung vermutlich erbracht werden. Eine Frage bleibt: Wer verbessert das Produkt, während dieselben Menschen den zusätzlichen Auftrag betreuen?

Als Gründer von aiomics halte ich diese Frage für einen sinnvollen Teil jeder Wachstumsentscheidung. Sie stellt sich auch einer internen KI-Arbeitsgruppe, die einen weiteren Unternehmensbereich versorgen soll. Die Annahme eines Auftrags bindet künftige Arbeitszeit. Deshalb sollte sichtbar werden, was sie für die nächste Produktverbesserung bedeutet.

Eine Warnung in eine Entscheidung übersetzen

In einem am 3. Juni 2026 veröffentlichten Video von Y Combinator warnt Charlie Warren: Zu viele frühe Erprobungskund:innen können die Zeit für den Produktaufbau aufzehren. Sein Beitrag war der Anlass für diesen Leitfaden. Es handelt sich um Praxiserfahrung; eine optimale Kundenzahl belegt er damit nicht. [1]

Vivek Rau unterscheidet in einem technischen Kapitel von Google wiederkehrende Betriebsarbeit von dauerhaften Verbesserungen. Er beschreibt dafür geschützte Entwicklungszeit. Der Beitrag betrifft den Betrieb von Softwaresystemen. Die Übertragung auf KI-Dienstleistungen verlangt eine Beurteilung der jeweiligen Arbeit. [2]

Der folgende Vorschlag ist eine eigene Planungsübung. Sie prüft, ob eine zusätzliche Zusage zum nächsten Verbesserungsabschnitt passt. Daraus ergeben sich weder eine allgemeingültige Personalquote noch ein Nachweis, dass ein bestimmtes KI-Unternehmen profitabel wird.

Die nächste Verbesserung in den Kalender eintragen

Ein fiktives Zweierteam erstellt mit KI Berichte zum Bearbeitungsstand von Bestellungen für Geschäftskund:innen. Nach Besprechungen, Verwaltung und anderen festen Verpflichtungen stehen ihm wöchentlich 80 Arbeitsstunden zur Verfügung. Für dieses Beispiel können beide Personen sämtliche beschriebenen Aufgaben übernehmen.

Die bestehende Leistungserbringung benötigt 40 Stunden. Weitere 24 Stunden sind für die Entwicklung und Prüfung einer besseren Importfunktion vorgesehen, 16 Stunden als Reserve für unsicheren Bearbeitungsaufwand. Zusammen sind das 80 Stunden. Ein möglicher neuer Auftrag erfordert voraussichtlich zwölf zusätzliche Stunden laufender Arbeit pro Woche sowie 16 Stunden für die erstmalige Einrichtung.

In der ersten Woche entstehen damit bereits ohne Reserve 92 Stunden geplanter Arbeit: 40 + 24 + 12 + 16. Mit der vorgesehenen Reserve wären es 108 Stunden. In den Folgewochen wären ohne Reserve 76 Stunden erforderlich, sofern die Schätzungen zutreffen. Für Unsicherheit blieben nur vier Stunden statt der zuvor vorgesehenen 16. Aus der anfänglichen Überlastung wird eine dauerhafte Verringerung der Reserve.

Das ist eine erfundene Kalenderrechnung, kein gemessenes Produktivitätsergebnis. In wirklichen Teams sind Stunden nicht beliebig austauschbar: Fachkenntnisse, Abhängigkeiten und Fristen zählen ebenfalls. Die Übung legt eine konkrete Entscheidung offen. Beginn, Umfang, Personal oder Entwicklungsplan müssen sich ändern. Nicht erfasste Mehrarbeit würde diese Entscheidung verdecken.

Benennen, was sich verschieben würde

Die verbesserte Importfunktion braucht eine verantwortliche Person, einen erwarteten Fertigstellungstermin und eine Prüfung. Im Beispiel lautet die Annahme: Eingehende Dateien müssen seltener von Hand umformatiert werden, während ihre Vollständigkeit erhalten bleibt. Bis zur Prüfung bleibt die Zeitersparnis eine Annahme. Sie sollte keine zusätzlichen Zusagen vorab finanzieren.

Ein neuer Auftrag kann eine Verschiebung rechtfertigen. Vielleicht ermöglicht sein Erlös zusätzliche qualifizierte Mitarbeit, oder seine Fälle sind für die Prüfung des geplanten Produkts nötig. Die Entscheidungsnotiz sollte den Nutzen und die verschobene Verbesserung einschließlich eines neuen Termins benennen. Wenn jede Unterbrechung als Lernen gilt, bleibt der erwartete Erkenntnisgewinn unbestimmt.

Ich würde drei Fragen getrennt besprechen: Was ist vereinbart und muss geliefert werden? Was ist über die neuen Fälle noch unbekannt? Welche wiederverwendbare Änderung soll fertig werden? Für offene Fragen braucht es einen begrenzten Untersuchungszeitraum und eine benannte Entscheidung, die durch die Ergebnisse beeinflusst wird.

Prüfen, ob die Verbesserung beim nächsten Auftrag trägt

Vor der nächsten Erweiterung würde ich die Importfunktion mit einer aufbewahrten Auswahl typischer Fälle einschließlich schwieriger Dateiformate prüfen. Anschließend folgt eine getrennte Auswahl aus dem neuen Auftrag. Abnahmekriterien und die Erfassung menschlichen Aufwands bleiben vergleichbar. Fehlende Informationen, Korrekturen und offene Fälle werden neben der benötigten Zeit erfasst.

Wenn nur die Dateien der bisherigen Kundschaft leichter zu bearbeiten sind, hat die Änderung weiterhin einen Wert. Ihre Wiederverwendbarkeit ist dann enger begrenzt. Wenn bessere Ergebnisse darauf beruhen, dass eine Fachkraft jede schwierige Datei unbemerkt repariert, gehört diese Arbeit in die Erfassung. Erforderliche fachliche Entscheidungen und Qualitätsprüfungen bleiben Teil der Leistung. Die Bezeichnung einer Arbeit als wiederkehrend erlaubt nicht, sie wegzulassen.

Das ist ein Vorschlag für einen örtlich begrenzten Vergleich. Ändern sich Modellversion, Personal und Fallzusammensetzung gleichzeitig, lässt sich die Ursache einer Verbesserung damit nicht eindeutig bestimmen. Diese Änderungen gehören in die Auswertung und begrenzen die Schlussfolgerung. Eine kürzere Bearbeitungszeit ist innerhalb der vereinbarten Anforderungen an Qualität und Vollständigkeit zu beurteilen.

Eine Seite vor der Zusage

Für den nächsten möglichen Auftrag oder internen Unternehmensbereich würde ich Beginn, laufenden Aufwand, erstmalige Einrichtung, erforderliche Fähigkeiten und Unsicherheitsreserve festhalten. Daneben stehen die nächste Produktverbesserung, die dafür vorgesehene Zeit und der Nachweis, mit dem sie als abgeschlossen gelten darf.

Anschließend wird die Folge der Zusage benannt: Welche Verpflichtung verschiebt sich, welche zusätzliche Unterstützung steht bereit oder welcher Teil des Auftrags wird kleiner? Wer darf das entscheiden, und wann werden Schätzungen mit der tatsächlichen Arbeit verglichen? Ein späterer Beginn oder ein begrenzter erster Auftrag kann ein konkretes Angebot sein, wenn der sofortige volle Umfang nicht passt.

Führungskräfte in Pharmaunternehmen, Medizintechnik und anderen Dienstleistungsunternehmen können damit auch eine interne Ausweitung prüfen. Die Entscheidung betrifft die heute zugesagte Leistung und die Verbesserung, durch die kommende Aufträge leichter zu bewältigen werden. Wenn beides im Kalender steht, lässt sich die Abwägung vor der Zusage besprechen.

Quellen und weiterführende Lektüre

  1. Charlie Warren (2026)Y Combinator

    Anlass des Beitrags.

  2. Vivek Rau: BetriebsarbeitGoogle

    Technische Praxiserfahrung.

Ausgangspunkt dieser Einordnung

Charlie Warren (2026)

Perspektive und Interessen

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erarbeitet. Das Zahlenbeispiel ist fiktiv. Die Planungsübung ist ein eigener organisatorischer Vorschlag ohne wissenschaftliche Validierung.

Ich bin Gründer und Geschäftsführer von aiomics. Dieser Beitrag berichtet keine Ergebnisse aus Kund:innenprojekten. Die Quellen wurden am 1. Oktober 2026 geprüft.

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